„Mein einziger Anspruch war es, mit Kunst meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können“, sagte John Butler bereits vor Jahren. „Als ich in meiner ersten Stunde als Straßenmusiker mehr als 30 Dollar verdient hatte, wusste ich: Das ist der Weg. Alles, was seitdem geschehen ist, ist purer Bonus.“ Dies ist ein typisches Zitat für den aufgeweckten, politisch engagierten und künstlerisch höchst spannenden Songwriter John Butler. Geboren wurde er am 01.04.1975 im kalifornischen Torrance. Mit elf Jahren siedelte er in die Heimat seines Vaters um, das australische Kleinstädtchen Pinjarra.
Von Kindesbeinen an interessierte sich John Butler für jede Kunstform, weshalb er nach der Highschool ein Kunststudium begann. Drei Ereignisse führten dazu, dass er das Studium wieder aufgab. Zunächst schenkte ihm seine Großmutter eine Dobro, eine folkloristische Variante einer Gitarre, die sein Interesse an traditioneller Folk-, Country- und Roots-Musik weckte. Ein Konzert der australischen Folk-Ikone Jeff Lang zeigte ihm dann die Vielfalt dieser vermeintlich alten Musik. „Als ich auch noch den Soundtrack des Films ‚O Brother Where Art Thou?’ hörte und bemerkte, was man mit dieser Musik alles erreichen und anstellen kann, war die Entscheidung für mich klar“, so Butler.
So begann seine Karriere, die ihn innerhalb von zehn Jahren von der Straße, wo er stundenlang seine eigenen Songs spielte, auf die größten Konzertbühnen Australiens brachte. Seit dem zweiten offiziellen Album „Three“ von 2001 agiert der Umwelt-Aktivist in Trio-Form, begleitet von Schlagzeug und Kontrabass. Dabei wechselt er die Besetzung in regelmäßigen Abständen, um den Klang und die Atmosphäre seines Trios spannend zu halten. Entsprechend wird er auch im kommenden Jahr mit einer völlig neuen Band auf Tournee gehen.
John Butler ist nicht nur ein hervorragender Sänger, sondern reifte auch auf jeder Form der Gitarre – sei es Dobro, Banjo, Slide- oder Pedal Steel-Guitar – zum wahren Meister. Er erfindet sich stilistisch ständig neu. Zu den traditionell folkloristischen Klängen seiner Songs gesellen sich seit einigen Jahren auch Elemente des Jazz und Reggae sowie kantige HipHop-Rhythmen, die ihn ganz in der Neuzeit verankern. Seine letzten drei Alben erreichten in Australien die Nr. 1 der Charts und auch in den USA und Europa wächst die Beliebtheit des John Butler Trios stetig.
Quelle: www.mlk.com










