Seit zwei Jahrzehnten gehören Green Day zu den spannendsten, kraftvollsten und erfolgreichsten Rock-Acts der USA. Mit ihrem dritten Album „Dookie“ läuteten sie 1994 das große Punk-Revival ein. Seitdem kennt man sie weltweit als Wegbereiter der Neo-Punk-Ära. Mit knackigen Songs, komplett handgemachter Musik und druckvollen Arrangements waren sie Vorreiter für international erfolgreiche Gruppen wie The Offspring, Blink 182 oder Good Charlotte. Sie bewiesen, dass kraftvoller Punk und Pop kein Widerspruch sein müssen. 65 Millionen CDs, zahllose Gold- und Platinauszeichnungen sowie drei Grammies belegen die einzigartige Popularität der Kalifornier.
Billie Joe Armstrong (Gesang, Gitarre), Mike Dirnt (Bass) und Tré Cool (Schlgazeug) gelten als Ausnahmekünstler. Und dies nicht nur auf der musikalischen Ebene, die sie perfekt beherrschen. Verblüffend ist die aufrichtige Bodenständigkeit, die sie trotz des Erfolges auszeichnet. Wenig Extravaganzen, stattdessen Punkrock mit durchweg brillanten Melodien, klugen Texten und einem peitschenden Druck, der jedes Rockerherz höher schlagen lässt.
Green Day sind stets um Weiterentwicklung bemüht. Mit jedem Album erfinden sie sich ein Stück weit neu, ob auf dem gesellschaftskritischen, gedankenvollen „Insomniac“ oder ihrem Ausflug in den Songwriter-Rock „Warning“, immer wieder lernt man neue Facetten kennen. Ihren bislang größten Erfolg erzielten sie 2004 mit ihrem letzten Album „American Idiot“. Inhaltlich eine Rockoper im Stile von The Whos „Quadrophenia“, verkaufte das überwältigende Werk mehr als 13 Millionen Exemplare. Sieben MTV-Awards, ein Grammy sowie die Einstufung der britischen Musikzeitschrift „Kerrang!“ als „beste Band des Planeten“ sowie als „beste Live-Band aller Zeiten“ sprechen eine deutliche Sprache.
Wie üblich, nahmen Green Day vor „21st Century Breakdown“ eine längere Auszeit. Sie wollten nichts überstürzen, sondern das Entstehende in Ruhe reifen lassen. Von Studiolegende Butch Vig in Kalifornien aufgenommen, kehrte das Trio zu den begeisternden Drei-Minuten-Krachern der frühen Jahre zurück, integrierte aber ebenso Elemente aus Folk, Alternative Rock und kunstvoll komponierten Pop-Momenten.
Kein Zweifel, dass die kommenden Open Air-Konzerte größere Emotionen freisetzen werden. Denn die Interaktion zwischen Green Day und ihrem Publikum zählt seit jeher zu den hervorstechenden Merkmalen ihrer denkwürdigen Live-Auftritte.
Quelle: www.mlk.com










